Was ist DSL. Die Abkürzung DSL steht für:
Digital Subscriber Line, ist eine breitbandige digitale Verbindung über
Telefonnetze.
Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre wurden digitale
Signalprozessoren mit sehr hoher Rechenleistung verfügbar, welche neue – heute
als DSL bekannte – Verfahren ermöglichten.
Das erste DSL-Verfahren, das mit diesen Bausteinen entwickelt wurde, war HDSL.
Normungsorganisationen in Amerika (ANSI) und Europa (ETSI) begannen damals
sofort damit, diese Technik zu standardisieren, um sie in großem Maßstab für
Standleitungen einzusetzen. Es gab wichtige Randbedingungen: Es sollten die
bereits für Telefonie verlegten Kupfer-Doppeladern verwendet werden, es sollten
in den USA eine Bitrate von 1,544 Mbit/s (T1), in Europa 2,048 Mbit/s (E1)
erreicht werden, es sollte eine Reichweite von 3 bis 4 km erzielt werden. HDSL
wurde inzwischen weitgehend von SHDSL abgelöst, welches nur ein Aderpaar (eine
Doppelader) benötigt und weniger Strom verbraucht, aber nicht an die Reichweite
von HDSL (mit Signalregeneratoren) heranreicht.
In den 1990er Jahren wurden weitere DSL-Verfahren entwickelt, so etwa ADSL. Die
Internet-Nutzung wuchs stark. Der Ausbau der Netze konnte kaum den wachsenden
Bandbreiten-Bedarf decken. Deshalb sollten die Netze im Hintergrund (Backbones)
ausgebaut werden, und auch den Endnutzern höhere Übertragungsgeschwindigkeiten
geboten werden. ADSL wurde als Technik für schnelles Internet ausgewählt.
Weltweit wurde ASDL von vielen Netzbetreibern im Telefonnetz zugelassen.
In Deutschland wurde die Bezeichnung DSL zunächst als Synonym für einen
breitbandigen Internetzugang über ADSL bekannt, sodass inzwischen auch andere
breitbandige Internetzugänge (zum Beispiel über Satellit) als „DSL“ vermarktet
werden. In der Schweiz gibt es dagegen klare Abgrenzungen; so wird in der
Schweiz der Begriff ADSL verwendet und gilt nicht als Synonom für andere
breitbandige Internetdienste. Die DSL-Techniken wurden jedoch auch für andere
Anwendungen als den Internetzugang konzipiert. Ursprünglich verwendet für
Standleitungen, die keine hohe Stückzahl haben, waren Internetzugänge die erste
Massenanwendung. Besonders Video-Anwendungen sollen künftig über
fortgeschrittene DSL-Techniken mit hoher Datenübertragungsrate neue Märkte
erschließen.
Seit Ende 2005 neu auf dem Markt ist ADSL2+. Bei diesem Standard werden derzeit
20 Mbit/s angeboten (Stand März 2006).
Quelle: WIKIPEDIA